Ein Ort mit großer Geschichte.

Der Klosterhof in der Wachau ist ein ehemaliger „Lesehof“ des Stifts St. Göttweig. Seinen Ursprung hat er bereits im 12. Jahrhundert. Unter dem Namen „Curia Mostinkch“ gehörte das Anwesen – wie auch das Stift Göttweig – mehrere Jahrhunderte zum bischöflichen Besitz Passau. Im Laufe der Zeit und nach mehreren Besitzern erhielt der Klosterhof schließlich sein heutiges Aussehen. Unübersehbar liegt er am ehemaligen Grenzbach „Mystrica“ (Mieslingbach) am Ortseingang von Spitz.

Direkt an der „Donau Radwanderroute“ Passau – Wien ist der Klosterhof Ausgangspunkt für Wanderungen entlang des „Welterbesteigs“ in den Weinbergen der Wachau bis hin zum Stift Melk.
Nach langem Dornröschenschlaf entstand in den historischen Gemäuern das „Weinkolleg Wachau“. Mit seinem weitläufigen Garten-, Hof- und Restaurantbetrieb beheimatete der Klosterhof auch die „Ostarrichi Weinritterschaft Wachau“.
2011 wurde der Klosterhof von den neuen Besitzern vollständig renoviert.

Seit Juli 2012 erstrahlt er im neuen Glanz und heißt wieder alle Gäste herzlich willkommen.

Urkunde vom 14. Juli 1409

Signatur: 1409 VII 22
Abt Peter [II.] und der Convent zu Kottweig verkaufen dem erbern Marics von Spicz, Hofmeister zu Arnstorff, und Dorothea dessen Frau um 100 lb. Wiener d., welche ihnen in Gulden ausgezahlt wurden, ihren freieigenen Hof bei Spicze in der Mostnikch1 niderhalb des paches in Tiernstainer gericht. Denselben haben sie jedoch dem beschaiden Paull dem Hainfellder, Bürger zu Spicze, und Anna dessen Frau um den jährlichen halben Wein auf deren Lebenszeit laut Urkunde mit der Bedingung verlassen, dass die benannten Käufer von denselben zu deren Lebenszeit den halben Wein jährlich erhalten und nach deren Tode den ganzen Hof mit allen Rechten innehaben sollen.Siegler: Abt Peter [II.] und der Convent zu Kottweig.Datum: geben (1409) an sand Marie Magdalenetag.
Quelle Regest: FUCHS, Göttweig II (=FRA II/52, Wien 1901) S. 86-87, Nr. 985